Perception Geographies

Perception Geographies ©Nina Stuhldreher 2002

PERCEPTION GEOGRAPHIES  
Wahrnehmung, Körper, Emotion in Wissenschaft und Kunst 

7. Dezember 2002, 14-18 Uhr
lothringer13/halle, Lothringer Straße 13, 81667 München

Im Rahmen der Reihe “Digital Happy Hour” des Medienforum München e.V. 
Mit freundlicher Unterstützung von lothringer13/halle 

Referenten: 
+ Dr. Miklós Kiss (Linguist und Humanbiologe, Generation Research Program des Humanwissenschaftlichen Zentrums, LMU München) 
+ Dr. Martin Korte (Neurobiologe, Max-Planck-Institut für Neurobiologie, München) 
+ Bettina Henkel (Künstlerin, Akademie der bildenden Künste Wien) 
+ Dr. Carolin Länger (Soziologin, Regisseurin und Theaterpädagogin, Universität Bielefeld) 

Konzept und Moderation: Nina Stuhldreher (Künstlerin, München/Wien) 

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Zum Thema:

Durch die Suche nach Kriterien zur Optimierung von Mensch-Maschine-Interfaces gewinnt die Erforschung von Wahrnehmungsprozessen zunehmend an Bedeutung. Das Symposium “Perception Geographies” widmet sich dem menschlichen Part dieser Schnittstelle. Es will den Raum untersuchen, den die Wahrnehmung zwischen Außenweltreiz und innerer Verarbeitungsebene aufspannt. Dabei stellt es natur-  und geisteswissenschaftliche Forschungsansätze vor und diskutiert deren Konsequenzen für Kunst und Gesellschaft. 

[Encounter Reality] 
Dr. Miklos Kiss gibt einen Überblick zu aktuellen Forschungen und Anwendungsmöglichkeiten auf dem Gebiet der Mensch-Maschine-Interaktion und präsentiert insbesondere die Projekte des neu gegründeten “Generation Research Program” der LMU München. 

[Transmitter Conditions] 
Dr. Carolin Länger stellt exemplarisch für das neue kultursoziologische Interesse am Wahrnehmungsapparat die junge Disziplin “Disability Studies” vor:  Trotz Begeisterung an der Erweiterung des menschlichen Körpers durch Technologie und Euphorie für Cyborgs und Androide ist der “voll funktionsfähige” Teil der Menschheit erstaunlich wenig an den Besonderheiten so genannter ‘Behinderter’ interessiert. Am Beispiel einer ethnographischen Untersuchung von Blindheit illustriert Dr. Carolin Länger, wie ‘Behinderungen’ helfen können, kulturelles Basiswissen über die Sinne zu entdecken. 

[Software Settings] 
Von zentraler Bedeutung für den modernen Menschen sind Gefühle. Neben einem Überblick zur Geschichte der Emotionalität thematisiert Dr. Martin Korte die Bedeutung der Emotionsforschung für Bild- und Medienwissenschaften und bezieht dabei aktuelle Forschungsergebnisse aus Neurobiologie und Psychologie mit ein. 

[Art Break] 
Bettina Henkels neuestes künstlerisches Projekt beschäftigt sich mit der Besonderheit der Gebärdensprache. Die Künstlerin präsentiert ihre erstmals auf der Ars Electronica 2002 gezeigte Installation “Community Interpreting” (7.-8. Dezember, Werkstattstudio der lothringer13).

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